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Erst seit 1984 ist das Frauenfeld bebaut. Bislang ist hier an diesem zentralen Standort noch eine grüne Wiese. Diese wird nicht nur von Kindern als Bolzplatz genutzt, sie dient an Sommerabenden als Jugendtreff, ist Veranstaltungsort für die Hagele oder auch Landeplatz für den Rettungshubschrauber.
Jetzt hat der Besitzer vor, diese Fläche zu bebauen. Geplant ist ein neuer Supermarkt mit einer beeindruckenden Verkaufsfläche von 1400m².
Die Gemeinde hofft zwar zeitlich begrenzt einen Bolzplatz auf den Nebengelände unterbringen zu können, hat aber auch für dessen Verbleib keinen Bestandschutz denn diese Fläche ist nicht im Gemeindeeigentum. Auch für die anderen aufgezählten Nutzungen gibt es hier keine Zukunft, da die verbleibende Restfläche zu klein ist.
Die AnwohnerInnen haben Angst vor dem Lärm und Bedenken zur Verkehrssicherheit sowie zum dem zu erwartenden Verkehrsaufkommen. Daher kamen zur Gemeinderatssitzung am 08.November so viele Personen, dass der Platz im Sitzungszimmer nicht mehr ausreichte.
Das Lärmgutachten wird neu erstellt; der Verkehr wurde vor 20 Jahren beim Bau der Straße letztmalig ermittelt. Bedenken bleiben, da der Schulweg der Frauenfelder Kinder nach den bisherigen Planungen direkt an der Zu- und Abfahrt des Lieferverkehres zur Laderampe des neuen Marktes vorbeiführt und die Zulieferer direkt neben der Rad- und Fußgängerbereich einbiegen müssen.
Dieser Rad- und Fußweg ist eine bedeutende Verbindung, denn er führt durch die ganze Gemeinde von Gesteinach zum Bahnhof und bis nach Rummelsberg. Wichtig ist es, ausreichend Platz zu sichern um eine Neugestaltung der Unter- oder Überführung über die B8 zu ermöglichen denn derzeit ist Fahrradfahren nicht erlaubt und für Behinderte ist die Rampe zu steil, folgerte Gabriele Laudenberg.
Die Gemeinderäte haben mehrheitlich im September einer Änderung des Vorhabenbezogenen Bebauungsplanes „Am Frauenfeld“ mit frühzeitiger Öffentlichkeitsarbeit zugestimmt. Jetzt wurde ein erneuter Beschluss getroffen zur Durchführung des Vereinfachten Verfahrens.
Die Zustimmung erteilten die Gemeinderäte nach der Aussage, dass kein weiterer Supermarkt entstehen wird. Die neue Nutzung im alten Gebäude wäre Einzelhandel, jedoch kein Lebensmittelmarkt. Problematisch daran ist, dass rechtlich derzeit als Folgenutzung nur ein Lebensmittelverbrauchermarkt zulässig ist.
Folgerichtig bekäme damit Schwarzenbruck doch einen weiteren Supermarkt.
Ein Bedarf dafür erkennen jedoch weder die kritischen Anwohner, noch viele andere SchwarzenbruckerInnen. Schon jetzt haben wir im Frauenfeld ein Überangebot an Lebensmitteln und es sollte nicht noch mehr Lebensmittelverkaufsflächen geschaffen werden.
Im Frühjahr wurde der Entwurf des städtebaulichen Nutzungskonzeptes im Gemeinderat vorgestellt. „Für den Bereich Bahnhofstraße/Regensburger Straße in Ochenbruck schlagen die Planer von P 4 ein Flächenmanagement vor. Hier sollen möglichst keine weiteren Supermärkte entstehen. „Das Gebiet hat schon jetzt eine so große Sogwirkung, dass andere Bereiche sich nicht entwickeln können“, so Hagedorn, der von Bürgermeister Bernd Ernstberger erfuhr, dass ein bestehender Supermarkt seinen Laden erweitern will.“ schrieb derzeit der Bote.
Der Entwurf dieses Konzeptes liegt erst nach Redaktionsschluss, vom 15.11. bis 16.12. im Rathaus aus.
Fraglich ist, ob die Problematik vom Frauenfeld nun anders als im Frühjahr beurteilt wurde.
Und sind nun alle Chancen gekappt, dass es eine Belebung des Plärrers geben wird?
Gabriele Laudenberg